|
 | |
Monatsspruch April 2011Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! (Matth. 26,41)
|
Ich war nur eine "Hilf mir aus der Not Christin"
Hilf-mir-aus-der-Not!
Bevor Jesus mich fand, war ich immer der Meinung, dass ich eine Christin bin. Ich glaubte doch schon vorher an Jesus und Gott. Bei näherem Hinsehen war ich jedoch nur eine "Hilf-mir-aus-der-Not-Christin". Wenn
ich Schwierigkeiten hatte, flehte um Hilfe bei Gott und versprach im
Gegenzug etwas für Ihn zu tun. Diese Vorsätze waren aber meist schnell
wieder vergessen, sobald es mir wieder gut ging. Ist das nicht sein
Job? - dachte ich. Eine andere Sache, die mich von Jesus fernhielt,
war meine Art zu leben. Ich genoss es Dinge zu tun, die Gott nicht
gefallen konnten. Hier eine "kleine" Notlüge, da über Andere herziehen,
Menschen verletzen… und so weiter. Ich sah meine Fehler weder ein,
noch taten sie mir Leid. Mein Verhalten entschuldigte ich mit dem
Motto: "Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach."
Rückwirkend sehe ich heute, dass ich mir damals meinen Glauben selber
zusammengeschustert hatte. In dieser Zeit war ich sehr unzufrieden.
Alles drehte sich - oder sollte sich - um mich drehen. Mir war
Anerkennung sehr wichtig und ich hatte den Wunsch geliebt zu werden.
Von Menschen wurde ich diesbezüglich leider genauso oft enttäuscht, wie
ich das auch gegenüber ihnen tat.
Gott fand mich
Dann
passierte es: An einem Abend las ich in der Bibel und Gott fand mich.
Nicht ich Ihn. Dies beschämt mich noch heute. Beim Lesen öffnete Er mir
Stück für Stück die Augen und erweiterte meinen Horizont. Jesus zeigte
mir, dass Er den Preis (seinen Tod am Kreuz) auch für mich bezahlt hat.
Ich musste erkennen, dass nur der Tod von Jesus (den ich früher für
vermeidbar hielt) ewiges Leben schenkt. In diesem Augenblick ging es
mir zunächst elend. Meine bösen Taten, die mir deutlich in den Sinn
kamen, erzählte ich Jesus. Ich kniete vor diesem Scherbenhaufen meines
Lebens und fühlte, dass ich ihn nicht selber wegwischen konnte. So
wartete ich darauf, dass mich irgendetwas innerlich zerschmettern
würde. Stattdessen aber füllte Gott mich mit einer solchen Liebe und
einem Frieden, den ich noch nie in meinem Leben zuvor erfahren hatte.
Gebet wurde wichtig
Seitdem
ist sehr viel passiert - langsam aber beständig. Meine ersten Schritte
auf Jesus zu waren ehrlich. Seine Gegenwart ermöglicht es mir, mein
Leben nicht weiter auf Lügen zu bauen. Was mich am meisten erstaunte
und es noch tut, ist: die Liebe, die Jesus in mich gelegt hat. Genau
diese Liebe rettete auch meine Ehe. Ich durfte meinen Mann neu lieben
lernen. Das Wichtigste für mich ist jetzt das Gebet. Ich bespreche
alles mit Jesus.
Autorin: Kerstin Scherf Quelle: Baptisten Aschaffenburg
|
|
| ©
Kirchgemeinde Lauterbach im Erzgebirge | 
|
| |