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Monatsspruch Januar 2011

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau
(1.Mose 1,27)


Frauen sind anders, Männer auch.
Frauen denken anders, Männer auch.
- Und die Statistik bestätigt das.
In einer Pressemeldung des Bundesamtes für Statistik, steht, dass Frauen 100 Stunden mehr pro Jahr damit verbringen, mit ihren Freundinnen und Bekannten zu reden, während Männer durchschnittlich mehr Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer verbringen, nämlich fast 186 Stunden mehr als Frauen.Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde...
Die häufigste Klage, die Frauen über ihre Männer vorbringen lautet: „Du hörst mir nicht richtig zu.“ Ein Vorwurf, den die Männer oft so nicht teilen. Denn sie hören sehr wohl zu. Der große Unterschied ist nur: Frauen wollen über ihre Probleme sprechen. Wir Männer suchen augenblicklich nach einer Lösung, die wir dann augenblicklich präsentieren und dabei hoffen, dass die Welt und besonders ihr Frauen euch darüber freut. Wir hören zu, aber vielleicht nicht lang genug.
Übrigens: Die häufigste Klage, die Männer über ihre Frauen vorbringen lautet: Sie will mich ständig verändern. - Wenn eine Frau einen Mann liebt, dann fühlt sie sich für ihn mit verantwortlich. Die Folge: Er fühlt sich bevormundet und wie ein Kind behandelt. Er hätte es viel lieber, wenn sie ihn so akzeptieren würde, wie er ist.
Männer denken anders, Frauen auch. - Männer suchen Lösungen, Frauen sehnen sich nach Verständnis. - Frauen fühlen anders, Männer auch. - Männer reden weniger, Frauen mehr. - Frauen sind anders, Männer auch.
Die Frage ist nur: Wie gehen wir mit dieser Andersartigkeit heute um? Vor einigen Jahrzehnten war das noch relativ einfach. Männer und Frauen hatten ihre feste Rolle. Jeder konnte seine Spezialfähigkeiten ausleben und einsetzen. 
Zum Beispiel in der Familie. Er war der Brotverdiener und der Hausherr. Doch auch schon in der Bibel finden wir Frauen mit verschiedenen Eigenschaften und Aufgaben:
Da ist zum Beispiel Debora. Feindliche Mächte bedrohten den Frieden und Israel. Mitten in dieser unruhigen Zeit erwählt Gott eine Frau zur Richterin über das Volk. Und sie nahm das Ruder in die Hand. Sie führte das Volk zurück in den Frieden. Eine absolute Powerfrau, Politikerin und Diplomatin.
Im Neuen Testament wird uns von Apollos berichtet. Ein Mann, den Gott mit einer großen Redegabe ausgestattet hat. Aber leider hatte er noch große Lücken, was sein Wissen über Jesus und den Heiligen Geist betraf. Und so stellte Gott ihm Aquilla und Prizilla zur Seite. Dass eine Frau einen Mann unterrichtet - früher war es undenkbar. Und sie nahm ihren Lehrauftrag an.
Die dritte Frau ist vielleicht die wichtigste Frau in der Bibel. Von Beruf Hausfrau und Mutter. Ich meine Maria. Als Gott seinen Sohn in diese Welt sandte, da ließ er ihn durch Maria auf diese Welt kommen. Eine einfache Frau, die sich Gott ganz zur Verfügung stellte und somit zur wichtigsten Frau unseres Herrn wurde.
Keine von ihnen ist der anderen gleich. Debora, die kraftvolle Politikerin, Prizilla, die Theologin und Maria, die Hausfrau und Mutter.
Also: Frauen sind anders, Männer auch ...
... weil Gott uns so geschaffen hat...
... darum lebe den Plan, den Gott mit dir hat.
Gott hat uns zu seinem Gegenüber geschaffen. Ein Stück unserer Gottesebenbildlichkeit liegt in unserer Fähigkeit, Beziehungen einzugehen.

1) Da sind Beziehungen zu anderen Menschen, zuerst einmal zu unseren Eltern und Verwandten, dann aber auch zu unseren Freunden und Bekannten.
2) Eine menschliche Beziehung ragt aus den anderen hervor – das ist die Beziehung zum anderen Geschlecht. Das hat Gott so gewollt, denn er hat uns Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist Gottes gutes Modell.
3) Es gibt den Glauben – die Beziehung zu Gott.
Wir brauchen Beziehungen, aber sie müssen richtig gelebt werden, denn wir können auch an falsch gelebten Beziehungen zerbrechen:
Jede menschliche Beziehung kann zu Abhängigkeiten führen, dass ein Gegenüber die Freiheit und Eigenständigkeit verliert. Jede Ehe kann zur Hölle auf Erden werden, denn jeder der Ehepartner ist und bleibt ein Mensch mit Fehlern und Schwächen.
Glaube kann krank machen, wenn er sich nicht am befreienden Evangelium von Jesus Christus ausrichtet, sondern ein falsches Gottesbild vorherrscht.

Urs Boller hat ein kleines Gedicht verfasst:
Meine Mutter sagt: Du bist zu klein. - Der Lehrer meint: Du bist schwer von Begriff. - Der Pfarrer schimpft: Du bist verdorben. - Meine Kameraden lachen: Du hast verloren. - Der Berufsberater weiß: Du bist nicht geeignet. - Der Meister bestimmt: Der andere ist besser. - Der Leutnant brüllt: Du hast keine Haltung.
Gott sagt: Du bist mir ähnlich. - Gott sei Dank!

In diesem Sinn wünsche ich Euch allen einen frohen Jahresbeginn mit viel Zuversicht auf gelingende Beziehungen und neue Aufgaben.

Euer Pfr. Bernhard Fuß im Namen unserer Mitarbeiter und Kirchvorsteher


siehe auch:    Thema Januar Rollenverteilung - Der Mann wandelt sich

 ©  Kirchgemeinde Lauterbach im Erzgebirge

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